Rauhnacht - die Schatten sind da

 

Die Nacht ist sehr still, die Stille hat mich aufgeweckt.

 

Ich gehe nach draußen, kein Lüftchen, keine Bewegung, NICHTS.

 

NICHTS, es erinnert mich an eine andere Nacht,

 

eine, die ich niemals vergessen werde.

 

Die Stille brachte den Gesang des Todes, damals.

 

Als ich es hörte, wußte ich, der Abgrund ist nahe, ist da.

 

Das Gefühl greift wieder nach mir, gleich einer dunklen Wolke.

 

Ich warte.

 

NICHTS.

 

Alte, schmerzvolle Erinnerungen, ich lade sie ein zu bleiben.

 

Sie umhüllen mich wie ein dunkler Mantel.

 

Ich lasse sie alle ihr Lied spielen, eine traurige Melodie,

 

und doch so bekannt.

 

Die Schatten sind zu Besuch, sie zeigen sich.

 

Mir ist kalt, mehr von innen.

 

Innen, genau. Was ist Innen, in mir?

 

Was ist es wirklich?

 

NICHTS.

 

Der schwarze Mantel fällt, die Schatten gehen,

 

gleich sich auflösenden Nebel.

 

Es wird klar, ruhig.

 

Danke, dass ihr da ward.

 

Durchatmen, einmal, zweimal.

 

Aufsehen zum Sternenhimmel, so viele sind zu sehen.

 

Einige zwinkern mir zu.

 

Aus NICHTS wird ALLES.

 

Jetzt.

 

Ich mache ein kleines Feuer, nur für mich,

 

ich sehe ihm zu, ohne Wollen ohne Tun.

 

Es wird warm in mir, Bilder der Liebe steigen auf.

 

Eines nach dem anderen.

 

Ich verstehe, fühle – NICHTS ist Alles und ALLES ist Nichts.

 

 

 

Die Botschaft dieser Rauhnacht ist angekommen.

 

 

 

Lasse dich ein auf das, was dir Angst macht,

 

lasse es zu, dass es einen Platz findet,

 

schicke es nicht weg, es kommt wieder –

 

so lange, bis du BLEIBST.

 

 

 

Von Herzen Andrea

 

4.24 Uhr