Wie ICH zum Kartenlegen kam....eine magisch, mystische Reise beginnt

Andrea Sommer 

Wiener Kartenschule

 

Es ist schon einige Jahrzehnte her, und es ist eine magisch, mystische Geschichte - die jedoch genauso geschehen ist.

Ich war Anfang 20, seit kurzem in Wien und hatte ein Treffen mit einer Freundin vereinbart in einem Kaffeehaus im 1. Bezirk.

Ich wartete nun bereits eine halbe Stunde auf die säumige Freundin - statt ihr kam eine ältere Dame, die zielstrebig und mit energischem Schritt auf mich zuschritt und sich ohne großes Federlesens setzte. Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich etwas überrascht..Ich wies sie darauf hin, dass es genügend leere Plätze gab - doch sie lächelte mich nur an.

Ihr von vielen Fältchen gezeichnetes Gesicht zeigte ein gelebtes Leben mit Höhen und Tiefen, Weisheit und Strenge, die jedoch nicht unangenehm wirkte, sondern vertrauenswürdig.

Die alten Kristallüster des Lokals, die wohl schon den Kaiser gesehen hatten, warfen ihr helles Licht auf die Brillengläser der Dame, die sie als Lorgnon an einer langen Kette um den Hals trug.Sie streifte ihre zarten Spitzenhandschuhe ab und legte sie auf die Lederbank neben sich. Ihre Hände lagen mit verschränkten Fingern auf dem Holztisch und ihre Augenbrauen hoben sich, als sie zum Sprechen ansetzte und mir kurz und bündig erklärte, dass sie nur wegen mir hier wäre...Ich bin ja nicht leicht zum Schweigen zu bringen, doch ich starrte die alte Dame nur an und wußte nicht, was ich nun tun sollte. Ich konnte sie wohl kaum anbrüllen oder am dünnen Ärmchen aus dem Lokal schleifen! Kurz, ich war vollkommen überfordert mit der Entwicklung der Situation und fühlte mich nicht wohl in meiner Haut - und meine Freundin ließ sich auch nicht blicken.

Das bemerkte auch die Dame und merkte kurz an, dass ich nicht zu warten bräuchte, meine Freundin käme heute sicher nicht mehr. Woher zum Teufel wußte das die Fremde?

Als ich endlich meine Stimme wiederfand, fuhr ich die Unbekannte an, was denn das solle. Genug war genug.

Sie lächelte und stellte sich mit einer Visitenkarte vor, die sie mir in die gestikulierende Hand drückte.

Darauf stand "Madame Geneve, Wahrsagerin & Medium".

Langsam und immer wieder las ich die Karte, die aus handgeschöpftem Papier bestand und in dezenter goldener Prägeschrift gestaltet war.

Herrgott, dachte ich, sicher eine der Damen die so gerne in der Innenstadt anzutreffen sind und sich ungefragt auf Hand und Leben der Passanten stürzten. Andererseits sah die Frau so gar nicht danach aus, als hätte sie es nötig, sich so einer plumpen Akquise zu bedienen.

Und wieder waren all meine Worte derer ich mich sonst mit Bravour bedienen konnte, einfach verschwunden. Wie in den leeren Sprechblasen aus diversen Comic-Heften.

Madame Geneve ergriff nun das Wort und teilte mir ohne weitere Umschweife mit, dass sie mir beibringen werde, die Karten in einzigartiger Weise zu legen, da ich dafür auserwählt wurde.

Mein einziger Beitrag dazu war ein wildes Herumwedeln mit den Händen, das Ablehnung zeigen sollte - jedoch keinen Eindruck auf der anderen Seite des Tisches hinterließ. Ich konnte es einfach nicht fassen, was hier vor meinen Augen geschah. Ich kämpfte noch immer mit mir, ob ich nicht besser gehen sollte - doch das konnte ich auch nicht, zu groß war die Faszination die von Madame ausging, zu einzigartig das Erlebnis. Die Dame nahm mir die Visitenkarte wieder aus den verkrampften Fingern, drehte sie um und schrieb mit schmaler, steiler Schrift ein Datum mit Uhrzeit, sowie eine Adresse auf die Rückseite und gab mir die Karte wieder.

Mit angedeutetem Lächeln zog Madame ihre Handschuhe an, legte Geld auf den Tisch und entschwebte mit der Bemerkung, dass ich pünktlich zu sein hatte.

Ich starrte ihr nach wie einer Fata Morgana. Erst nach einiger Zeit konnte ich mich aus der Starre die mich ergriffen hatte, lösen. Dann kam wieder Leben in mich, ich steckte die ominöse Karte ein und verließ das Lokal um auf den schnellsten Weg nach Hause zu kommen...

 

Ob ich zum angegebenen Treffpunkt fuhr - ja klar, sonst könnte ich das nicht schreiben - doch was dann noch alles geschah, in welcher Form mir das Kartenwissen übertragen wurde und vieles mehr gibt es als E-Book: *KLICK*

 

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<3lich Andrea

 

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